Vereinsgeschichte


Unser heutiger Verein die Schützengilde-Ringelheim e.V. wurde im Jahre 1872 gegründet. In den Jahren davor, verfügte man in Ringelheim nur über eine Bürgermiliz, die es sich zu Aufgabe gemacht hatte, die Ringelheimer Bürger vor Übergriffen auf ihre Ernte zu schützen. Hochwasser und große Hungersnot im gesamten Harzgebiet, hatten es erforderlich gemacht sich zu schützen. Aus Heimatkundlichen Unterlagen geht hervor, dass die Bürgermiliz im Jahre 1843 durch Graf von der Decken gegründet wurde. Die Mitglieder der Bürgermiliz waren verpflichtet sich regelmäßig an den Gebrauch von Schusswaffen zu üben. Dieses Übungsschießen wurde in der ehemaligen Freiflut – heutiges Naturschutzgebiet – durchgeführt.

Die Bürger Friedrich Puppel, Anton Wiedel, Herbert Wedekind und Christian Willmer hatten neben dem Grafen auch das Recht, nachdem sie einen Ausbildungslehrgang bestanden hatten, andere Bürger an der Schusswaffe auszubilden. Mit Hilfe des Grafen von der Decken, einem Neffen des Königs von Hannover, wurde die Hungersnot gemildert. Außerdem ließ der Graf den heutigen Schlosspark, im englischen Stil anlegen. Die Bürger Ringelheims erhielten von nun an Arbeit und Lohn, wodurch ein gewisser Wohlstand wiederhergestellt worden ist. Nachdem der Krieg 1870/71 beendet war und die Soldaten wieder in ihre Heimat zurück gekehrt waren, ist es nicht mehr erforderlich gewesen eine Bürgermiliz bzw. Bürgerabwehr wie sie zwischenzeitlich bezeichnet wurde aufrecht zu erhalten. Statt dessen gründete man im Jahre 1872 die heutige Schützengilde Ringelheim. Zu den Gründern gehörten selbstverständlich auch die oben genannten Ringelheimer Bürger. Der Graf von der Decken schenkte der gegründeten Schützengilde, als äußeres Zeichen seiner Freude über die doch gut überstandenen schweren Jahre, die alte Freiheitsfahne aus dem Jahre 1848. Auf der Gründungsversammlung einigte man sich, den erstandenen Verein Schützengesellschaft Ringelheim zu nennen.

Aus den Reihen der Anwesenden, war man sich einig, den Tierarzt Christian Willmer zum 1. Vorsitzenden zu wählen. Dieser Vorschlag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Leider geht aus den alten überlieferten Unterlagen nicht hervor, wie lange er dieses Amt inne hatte. Vermutlich bis zum Jahre 1882. In dieser Zeit wurde der Grundstein gelegt für die Aufgaben, zu denen sich auch noch heute die Schützengilde bekennt, die da sind: Traditionspflege und den Schießsport allen Mitgliedern der Schützengilde näher zubringen. Der starken Persönlichkeit des 1. Vorsitzenden ist es zu verdanken, dass der Verein an Mitgliederzuwachs wuchs und bei der Bevölkerung an Bedeutung gewann.

Bereits im Jahre 1873 feierte man auf der Hopfenwiese in der Vosshöhle, dem heutigen Mühlenweg das 1. Schützenfest. Das Schiessen um die Königswürde, wurde auf dem Freigelände an der Innerste abgehalten. Noch heute kann man den Schiessberg in Höhe des jetzigen Festplatzes an der Innerste erkennen. Festzelt und moderne Schiesssportanlagen kannte man seinerzeit noch nicht, so wurde dann eine Bretterbude zum Schiessstand und ein Trinkzelt zum Festzelt. Die Gewehre beschaffte man von dem Goslarer Büchsenmacher Bliewier, der auch die Erfahrung besaß, die Schiessaufsicht beim Königsschiessen für einige Jahre zu übernehmen.

Als ersten Schießmeister der Gilde kann man wohl Josef Behrens betrachten. Er hatte die Aufgabe von H. Bliewier übernommen. Grosse Sicherheitsvorkehrungen mussten getroffen werden, um beim Schiessen niemanden zu gefährden. So stellte man Sicherheitswachen mit roten Fahnen, entlang des Schussfeldes auf. Wenn man bedenkt, dass die Schiessentfernung über 150 m betrug, so kann man sich vorstellen, dass doch dafür so einige Schiessposten erforderlich waren. Als erster Schützenkönig der Gilde wurde Philipp Puppel ernannt. Er hatte die beste 20 getroffen und ist bis heute der jüngste Schützenkönig der Gilde. Philipp Puppel war zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre jung.

Als im Jahre 1882 der Schmiedemeister Hermann Geißler das Amt des Vorsitzenden übernahm, hatte das Schützenfest schon derart an Bedeutung gewonnen, dass sich die Ringelheimer und die Bevölkerung aus der Umgebung den damaligen „Krammarkt“ ohne das Schützenfest gar nicht mehr vorstellen konnten.

Der Krammarkt und das Schützenfest wurden bis zum ersten Weltkrieg immer am ersten Sonntag nach dem 13. Juli, den Montag und den darauf folgenden Sonntag gefeiert. Seinerzeit erhielten die Mägde und Knechte, aus Ringelheim und Umgebung von ihren Dienstherren am Montag einen freien Tag zugesprochen, damit sie auf dem Ringelheimer Krammarkt Kleidung und Werkzeuge kaufen konnten.

In Verbindung mit dem Schützenfest war darum der Montag ein besonderer Tag für alle Beteiligten, konnte man doch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Noch heute ist der Schützenfestmontag ein besonderer Tag für die Mitglieder der Schützengilde und der Ringelheimer Bevölkerung. Die hohe Beteiligung am Schützenfrühstück, bei der Königsproklamtion und am Abend beim Tanz im Festzelt beweist uns dies Jahrein Jahraus.

1896 wählte man den Tischlermeister Karl Voß zum ersten Vorsitzenden. Bei seiner Wahl ahnte man nicht, das während seiner Amtszeit der 1. Weltkrieg beginnen sollte. Karl Voß leitete die Geschicke des Vereins 24 Jahre lang, bis zum Jahre 1922. Er war es auch, der darauf drängte, dass der Verein Statuten gab. Im Jahre 1900 war es endlich so weit.

Hier einige Original-Auszüge aus den damals erstellten Statuten: 

§ 1 – Die Schützengesellschaft bildet einen Verein, der den Zweck hat, teils durch die Feier des Königsschießen, teils durch sonstige gesellige Vergnügen den Sinn des Volksfestes zu erhalten, ferner den patriotischen Sinn zu hegen und zu pflegen, sowie bedürftige Schützenbrüder in Notfällen zu unterstützen, soweit es die Kasse des Vereins zulässt, ein rechtlicher Anspruch an die Kasse ist jedoch ausgeschlossen.

§ 2 – regelte die Bedingungen über die Mitgliedschaft. So stand da zu lesen: Jede unbescholtene männliche Person aus Ringelheim – Söderhof und Darmpfuhlsmühle konnte ab dem 18. Lebensjahr Mitglied in der Schützengesellschaft werden.
Als Eintrittsgeld waren bis 1926 2,- Mark zu entrichten.

§ 5 – Ein Mitglied wird aus dem Verein ausgeschlossen, wenn mit seiner Beitragszahlung mehr als drei Monate im Rückstand ist.

§ 9 – Jedes Mitglied hat auf ihn gefallene Wahl anzunehmen, im Weigerungsfalle aber eine Strafe von 2.- Mark an die Schützenkasse zu entrichten. 

§12 – Das Amt eines Vorstandsmitglied ist ein Ehrenamt, welches unentgeltlich verwaltet wird. Nur die baren Auslagen und die Versäumnisse bei notwendigen Geschäftsreisen werden aus der Kasse vergütet. Die Höhe der Vergütung hat der Vorstand nach freiem Ermessen endgültig zu bestimmen. 

Die Statuten regelten auch das Schiessen an den Schützenfesttagen:

Am ersten Sonntag wurde die Preisscheibe ausgeschossen, woran sich auch Nichtmitglieder beteiligen konnten. 

Die Königsscheibe wurde an den anderen beiden Feiertagen ausgeschossen. Die Proklamation der neuen Könige fand gegen 18.00 Uhr auf dem Schießstand statt. Vom Schießstand wurde der Schützenkönig mit einer Abordnung nach Hause begleitet. Auch heute noch wird der Schützenkönig am letzten Schützenfesttag um dieselbe Zeit proklamiert und mit unserem Spielmannzug nach Hause begleitet.

Nicht jedes Schützenfest konnte immer so gefeiert werden, wie man es sich gewünscht hatte. So wollte man das 40 jährige Schützenfest in einem grösseren Rahmen feiern, doch spielte der Wettergott nicht mit. Wie die Überlieferung berichtet, hat es an allen Festtagen nur geregnet, so dass an einen geregelten Ablauf des Schützenfestes nicht zu denken war. Trotzdem wurde ein Schützenkönig ausgeschossen. Als Schützenkönig wurde der Zahnarzt Theodor Plumpe gekürt. Seine Königsplakette ist ein erwähnenswertes Beispiel für viele schöne Königsplaketten, die an unserer Königskette oder in der Schildertruhe ihren Ehrenplatz haben. So zeigt die Königsplakette von Theodor Plumpe einen Mann, dessen Kopf mit einem Tuch verbunden ist und auf ein Haus zuläuft, in dem der Zahnarzt wohnt.

Im Jahre 1914 feierte man dann bis auf weiteres das letzte Schützenfest. Die schrecklichen Jahre des ersten Weltkrieges liessen es nicht zu, dass ein Schützenfest gefeiert werden konnte. Selbst das Vereinsleben ruhte bis 1920.

Sieben Jahre später, man schrieb das Jahr 1921, entschloss man sich das Vereinsleben wieder in die Gang zu bringen. So wurde, nach langer Zeit wieder eine Generalversammlung abgehalten. In dieser Generalversammlung wurde festgelegt, dass das Schützenfest auf zwei Sälen stattfinden soll. Es war der Schützengilde nicht gelungen ein Festzelt zu beschaffen.

Der Vorstand wurde von der Generalversammlung beauftragt das Fest zweckmässig zu gestalten. Die nötigen Ausgaben sollen aus der Schützenkasse bezahlt werden. Auf derselben Versammlung wurden die Beiträge wie folgt neu festgelegt: 

Eintrittsgeld in den Verein 10,00 Mark
Schützenbeitrag   5,00 Mark
Tanzgeld für Schützen   2,00 Mark
Tanzgeld für Fremde   8,00 Mark
Eintrittsgeld im Zelt für Fremde   2,00 Mark

Den Mut und die Zuversicht des damaligen Vorstandes ist es zu verdanken, dass das Schützenwesen in unserem Ort wieder den Stellenwert bekam, den der Verein im Laufe seiner 49 jährigen Geschichte erlangt hatte. Um den Neuanfang des Vereins zu fördern, wurden in diesem Jahr 3 Generalversammlungen durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Beiträge neu festgelegt:

Mitgliederbeitrag  20,00 Mark
Schützenbeitrag    5,00 Mark
Tanzgeld für Schützen    2,00 Mark
Tanzgeld für Fremde    8,00 Mark
Eintrittsgeld im Zelt für Fremde    2,00 Mark

Schnell hatte man gemerkt, dass man mit den niedrigen Beiträgen nicht mehr auskam. Die Inflation machte sich allmählich bemerkbar. Bei der dritten Generalversammlung im Juli des Jahres, sollte beschlossen werden einen Schützenball stattfinden zu lassen. Von der Mehrheit der Mitglieder wurde dieser Vorschlag abgelehnt. Welche Gründe für die Ablehnung des Schützenballes eine Rolle spielten ist in dem Protokoll nicht erwähnt. Es wird aber vermutet, dass die Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen finanzielle Not eine Rolle gespielt haben muss.

Trotz der widrigen Umstände, die das Vereinsleben beeinflussten, wollte man nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern den Blick nach vorne richten. So galt es, das 50 jährige Vereinsbestehen im Jahre 1922 würdig und in einem grösserem Rahmen zu feiern. Leider konnte man wieder kein Festzelt bekommen und musste das Schützenfest auf den beiden im Ort befindlichen Sälen feiern. In diesem Jahr gab auch Karl Voß sein Amt als erster Vorsitzender, dass er lange Jahre innehielt, an den Gärtnermeister Bruno Rensch ab.

Als Bruno Rensch das Amt übernahm, war es ihm vergönnt, ein riesiges Vermögen zu verwalten. Der Kassenbestand wies ein Vermögen von 4.332.788,- Mark aus (Inflation war angesagt).

Unter Oberst Rensch wurde der Bau des Schiesshauses an der Innerste begonnen. 2500.- Mark mussten dafür aufgebracht werden. So war jedes Mitglied verpflichtet, einen Anteilsschein zu kaufen, ansonsten drohte der Vereinsausschluss. Der Baron von der Decken hatte der Gilde das Gelände zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten an dem Schiesshaus wurden an ortsansässige Handwerker und Mitglieder der Gilde vergeben. Die Arbeiten standen unter einem erheblichen Zeitdruck, man begann mit den Bauarbeiten am 14. April 1926 und war bereits am 25. Juni damit fertig. Der Zeitdruck ist nur damit zu erklären, dass die Schützengilde ihr Königsschiessen zum Schützenfest in dem neuen Schiessstand durchführen wollte.

So wurde nicht nur das Königsschiessen dort durchgeführt, sondern auch kleinere Geselligkeiten konnten in dem Haus veranstaltet werden. Noch heute dient das damalige Schiesshaus unserem Spielmannzug als Unterkunft. Dieses Schiesshaus muss man jetzt richtigerweise sagen Schützenheim, wurde von unserem Spielmannzug im Jahre 2000 in Eigenleistung im Innenbereich komplett umgebaut worden. In die Amtszeit von Oberst Rensch fielen noch viele wichtige Entscheidungen, die das Vereinsleben beeinflussten. So wurde z. B. die Schützengesellschaft Ringelheim in Schützengilde Ringelheim umbenannt Die Schützengilde schaffte sich ein Vereinsabzeichen ab. Dieses Vereinsabzeichen ist noch heute in seiner Form gültig. Sie können das Abzeichen auf jeder Seite unserer Webseite Homepage sehen.

Bei der Generalversammlung am 05.03.1927 legte Bruno Rensch sein Amt nieder, sein Nachfolger wurde der Abnahmebeamte Wilhelm Lerche, in geheimer Wahl, zum neuen Vorsitzenden der Schützengilde gewählt. Unter der Regie von Oberst Lerche erlebte die Schützengilde einen erneuten Aufschwung. Neue Mitglieder wurden erfolgreich geworben. So war es nicht verwunderlich, dass die Schützengilde schon 1931 eine Mitgliederzahl von 151 Mitgliedern aufwies.

1928 wurden die bis dahin geltenden Statuten von 1900 überarbeitet und der Verein gab sich die Satzungen die noch heute zum grossen Teil ihre Gültigkeit haben. Der neue Schiessstand stellte auch neue Anforderungen an die Schützengilde, so musste eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Schützen abgeschlossen werden. Neue Uniformröcke wurden Ende 1929/ Anfang 1930 angeschafft. Eine erstaunliche Zahl von 39 Mitgliedern legte sich eine Uniform zu.

Als Historisches Ereignis kann man wohl das Jahr 1930 betrachten, denn in diesem Jahr wurde beschlossen ein „Trommler und Pfeifferkorps“ zu gründen. Wir möchten hierauf nicht weiter eingehen, da unser Spielmannzug über eine eine eigene Homepage verfügt.

Zum ersten Mal stellten sich die Schützen, in ihren neuen Uniformen und das neue Korps der Öffentlichkeit am 30.03.1930 anlässlich des Frühlingsschiessens vor. Als Anlass wurde ein Ausmarsch der Schützen zur Eröffnung genommen.

Mit grossem Aufwand beging man 1932 die Feierlichkeiten zum 60 jährigen Bestehen. Zusammen mit vielen heimischen und auswärtigen Vereinen veranstaltetes man einen grossen Festumzug, so dass sich ein bis dahin noch nie gesehener grosser Festumzug durch Ringelheim bewegte. Viele Schützen und Gäste hörten im Schlosspark die Festrede von Pastor Voß, in der er an die Ehre und Treue der Versammelten appellierte. Noch heute ist die Treue zum Schützenwesen ein wichtiger Bestandteil unserer Schützengilde. Zum 60. Geburtstag unserer Gilde wurde erstmals beschlossen, für die Mitglieder das Schützenfrühstück und auf der Generalversammlung ein ganzes Fass Bier aus der Schützenkasse zu bezahlen. Beide Beschlüsse wurden einstimmig genehmigt.

1933 wurden unserem Oberst Lerche und seinen Adjutanten Wilhelm Elbeshausen grosse Ehre zu teil. Die Generalversamm- lung belohnte die grossen Verdienste, die sich beide in langer Mitgliedschaft erworben hatten, mit der Ernennung zu Ehrenmitgliedern der Schützengilde.

Die grosse Beliebtheit der Schützengilde in der Bevölkerung machte es erforderlich, dass im Jahre 1934 eine Jugendabteilung gegründet wurde. Als erster Jugendkönig wurde Walter Reupke, genannt Müller, durch den Oberst ernannt.

Die politischen Umstände der damaligen Zeit gingen auch nicht an der Schützengilde vorüber. Das Gleichschaltungsgesetz musste durch die Generalversammlung anerkannt werden, dies bedeutete gleichzeitig Änderungen in der Satzung vorzunehmen. Diese Änderungen in der Satzung mussten jedoch alsbald wieder geändert werden. Auf Grund dieser Mustersatzung musste selbst der gesamte Vorstand zurücktreten, um Neuwahlen zu gestatten. Eine grosse personelle Veränderung ergab die Wahl jedoch nicht. Einzige Änderung war die Wahl des neuen Adjutanten Gustav Riekeberg für den ausscheidenden Wilhelm Elbeshausen.

Von 1939-1950 ruhte zwangsläufig das Vereinsleben. Zwar traf sich der Vorstand noch das eine oder andere Mal, aber an eine geregeltes Vereinsleben war in dieser schrecklichen zeit nicht zu denken. In den Jahren 1945-1950 ruhte zwar das Vereinsleben, aber nicht unser damalige Oberst Wilhelm Lerche. Es gelang ihm in abenteuerlicher Weise, die Kleinodien des Vereins und die Freiheitsfahne vor dem Zugriff der Besatzungs- Truppen zu schützen. Denn dieses wollten die für den Verein so wichtigen Utensilien versteigern.

Da sich die Schützengilde noch nie vor Schwierigkeiten drückte, wagte man am 31.03.1950 einen Neuanfang. So fand die erste Generalversammlung nach dem Kriege beim Schützenbruder Josef Wiedel statt.

Da einige Schützenbrüder aus dem alten Vorstand, entweder nicht mehr am Leben waren oder aus Altersgründen nicht mehr kandidierten, musste ein neuer Vorstand gewählt werden. Folgendes Wahlergebnis wurde protokolliert:

1. Vorsitzender Wilhelm Lerche
2. Vorsitzender Ernst Kracke
Schriftführer Kurt Müller
Kassierer Johannes Wienforth
Schiessmeister Friedrich Brennecke
Spielmannzugführer Erich Sittig

Diese Schützenbrüder hatten das Vertrauen der Generalversammlung., von ihnen erwartete man, dass von diesem Vorstand neue Impulse für die Schützengilde ausgehen würden. Wie wir später noch erfahren werden, war dieses Vertrauen der Mitglieder voll gerechtfertigt.

Um Ärger mit den Besatzungstruppen zu vermeiden, wurden die sonst üblichen militärischen Rangordnungen bei der Protokollierung des Vorstandes vermieden. Der 1. Vorsitzende im Range eines Oberst, die erweiterten Mitglieder des Vorstandes stehen im Range von Hauptleuten, die Mitglieder des erweiterten Vorstandes dürfen sich Oberleutnant oder Leutnant nennen. Diese militärischen Ränge gelten auch heute noch in gleicher Form. Noch im gleichen Jahr wurde traditionsgemäss das Schützenfest im Juni gefeiert.

Der Mut, einen Neuanfang zu wagen, wurde belohnt, denn das Schützenfest war ein voller Erfolg. Das beweist auch, dass die Mitgliederzahl 1951 schon wieder auf 190 Mitglieder gewachsen war. Damals schloss man sich dem „Harzer Schützenbund“ an. Mit Hilfe des Harzer Schützenbundes gelang es, das nach Kriegsende beschlagnahmte Vereinsvermögen von dem damaligen Treuhänder (A.V.A.Celle), zurück zu erhalten. Durch den Verkauf des Schlosses und aller Ländereien, durch Baron von der Decken an die damaligen Reichswerke, war die Rechtslage um den Verbleib des Schiesshauses an der Innerste nicht gesichert. Der Baron hatte zwar der Gilde erlaubt, dass Schiesshaus zu bauen, aber nicht den Grund und Boden der Gilde überschrieben. So übernahm es auch der Harzer Schützenbund, mit den Reichswerken zu verhandeln, dass die Schützengilde auch über den Grund und Boden, auf dem Das Schiesshaus steht, verfügen konnte.

Im Jahr 1952 war es Leutnant Karl Fricke, der sich für den Neuaufbau einer Jugendgruppe innerhalb der Schützengilde stark machte. Dieser Antrag wurde vom Vorstand mit grosser Mehrheit angenommen. Wie wichtig diese Entscheidung war, kann man heute noch merken. Denn was wäre ein Verein ohne seine Jugend. Ist es doch die Jugend, die mit neuen Ideen das Vereinsleben gestaltet und auch weiterführen wird. Innerhalb der Schützengilde gab man sich nicht damit zufrieden, die Königswürde mit Luftgewehren auszuschiessen. Der Gastwirt Huck stellte der Gilde einen Teil seines Grundstückes zur Verfügung. Eine Bauzeichnung wurde angefertigt und der Behörde zur Genehmigung vorgelegt. Diese Genehmigung wurde erteilt und so konnte man schon im Jahre 1952 den Schützenkönig wieder mit Feuerwaffen ausschiessen, Für die jüngeren Bewohner unseres Ortes sei noch erwähnt, dass die Gastwirtschaft Huck an der Wallmodener Straße, neben dem Landwirt Kurt Rißling gelegen hat.  

Nach 25 jähriger Dienstzeit als Vorsitzender der Gilde legte am 18.10.1952 Oberst Lerche sein Amt nieder. Als Nachfolger wurde sein bisheriger Adjutant, der Landwirt Gustav Riekeberg einstimmig von der Generalversammlung gewählt.

Der Aufschwung der Schützengilde wurde von Oberst Riekeberg weiter voran getrieben. Ihm lag es immer am Herzen, die Gilde im Bewusstsein der Bevölkerung in noch stärkerem Maße zu verankern. Er war es auch, der darauf drängte dass sich die Schützengilde Eigentum anschaffte. Denn wie die Erfahrungen vergangener Jahre gezeigt hatten, war es nicht von Vorteil, auf Grund von einseitigen Versprechungen uns mündlichen Zusagen für die Schützengilde etwas zu schaffen wenn die Grundstücksfrage nicht einwandfrei geklärt ist. 

So wurde 1966 ein Teil des Grundstückes an der Innerste gekauft. Vier Jahre später folgte dann der Rest. Damit war erstmals sichergestellt, dass der Schützengilde ein Grundstück zur Verfügung stand, auf dem die Gilde ihr jährliches Schützenfest feiern kann. Mit Unterstützung der Gilde wurde 1953 der „Kreisschützenverband Salzgitter“ gegründet. Noch heute ist die Gilde einer der stärksten Mitgliedervereine im Salzgitterschen Schützenverband. 

Nicht unerwähnt bleiben darf die Tatsache, dass die Schützengilde Ringelheim 1954/55 einen Musterprozess gegen die GEMA geführt hat. Auf Wunsch des Harzer Schützenverbandes führte die Gilde einen Prozess, in dem geklärt werden sollte, ob Gebühren für Musikveranstaltungen bei Schützenfesten an die GEMA abgeführt werden müssten. Letztendlich wurde gegen die Gilde entschieden und somit musste die Gilde auch die Kosten des Verfahrens übernehmen, welche nicht unerheblich waren. Ein Darlehn musste aufgenommen werden, um die laufenden Vereinsgeschäfte weiter führen zu können. 

Der gute Ruf der Schützengilde war nicht nur in Ringelheim bekannt, auch in der Nachbargemeinde Haverlah war dieser gute Ruf vorgedrungen. Ein Schützenbruder aus Ringelheim und zwar der Schlachtermeister Friedrich Metge, erzählte seinen Stammtischfreunden in Haverlah, wie schön es ist und wie viel Spaß es mache in der Schützengilde Ringelheim zu sein. Nach dem sich der Ringelheimer Vorstand mit dem plan von Fritz Metge, Haverlaher Bürger in die Schützengilde aufzunehmen, befasst hatte, wurde 1954 die Filiale Haverlah gegründet. In 48 Jahren hat sich natürlich viel ereignet und so wird die Geschichte der Filiale an anderer Stelle ausführlich gewürdigt.

Ein weiteres wichtiges Datum in der Geschichte der Gilde ist das Jahr 1958. In diesem Jahr wurde eine Damengruppe gegründet. Schon im Jahre 1928 war versucht worden, eine Damengruppe ins Leben zu rufen, Der Versuch scheiterte damals an dem Votum der Generalversammlung. Als man 1958 beschloss, weibliche Mitglieder in die Schützengilde aufzunehmen, waren schnell 8 Damen bereit innerhalb der Schützengilde den Schiesssport auszuüben. Einige Skeptiker in der Gilde hatten wohl gedacht, die Sache mit den Frauen ist nur eine Eintagsfliege – die bleiben sowieso nicht lange zusammen. Aber wie man sich doch täuschen kann, unsere Damen gehören nun 44 Jahre zur Schützengilde und die Leistungen, die sie im Laufe der Jahre erbracht haben, sei es nun beim Schiesssport oder in der Vereinsarbeit, sind aus unserem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Um diese Leistungen richtig zu würdigen wird über unserer Damenschiessgruppe an anderer Stelle noch ausführlich berichtet werden.  

Wie schon erwähnt, hatte die Gilde das Gelände an der innerste gekauft. Im Jahre 1969 erwog man nun auf dem Gelände eine Gaststätte zu bauen. Aber zu hohe Kosten ließen den Vorstand von diese, Vorhaben Abstand nehmen.

Ein anderes grosses Ereignis stand vor der Tür und musste vom Vorstand vorbereitet werden. Im Jahr 1972 stand das 100 jährige Bestehen unserer Schützengilde auf dem Plan. Das Fest sollte doch wieder ein besonderes Ereignis werden. Die meisten unserer Mitglieder und auch der Bevölkerung können sich bestimmt noch an dieses schöne Fest erinnern. Im Jubiläumsjahr errangen folgende Mitglieder die Königswürde: 

Schützenkönig Kurt Fessel
Kleiner König Willi Brandis
Damenkönigin Siegrid Meyer
Jugendkönig Rüdiger Hille
Haverlah König Friedrich Schaper
Spielmannzugkette Dieter Hammerschmidt

Zum 100 jährigen Bestehen der Schützengilde hatte der Vorstand ein Programm zusammengestellt, das dem feierlichem Anlass den würdigen Rahmen gab. Vier Tage wurden auf dem Festplatz an der Innerste ausgelassen gefeiert. Ein buntes Programm bot viel Abwechslung für die Mitglieder und für die Bevölkerung. 

Das Fest begann mit der Totenehrung und dem Grossen Zapfenstreich. Beim Kommers wurden die Schützen ausgezeichnet und verdiente Mitglieder geehrt. Die Bergmannskapelle der BKB Helmstedt, der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Watenstedt, der Spielmannzug Dettum und der Spielmannzug Ringelheim boten ihr ganzes Können auf, um die Besucher im Festzelt zu unterhalten. Bei Anbruch der Dunkelheit wurde ein grosses Höhenfeuerwerk abgebrannt. Anschließend wurde bis in die frühen Morgenstunden im Zelt getanzt. Der Sonnabend wurde mit dem Kinderumzug eröffnet. Ein buntes Programm nach dem Umzug unterhielt die Senioren und die Kinder. Abends wurde dann ausgiebig im Festzelt getanzt. Am Sonntagmorgen, einige unserer Schützenbrüder waren noch gar nicht so richtig wach, als um 6 Uhr das Wecken mit dem Spielmannzug- Ringelheim und dem Fanfarenzug Gelber begann.

Der Vormittag wurde mit einem Platzkonzert der BKB Kapelle auf dem Marktplatz abgerundet. Am Nachmittag wurden die Vereine begrüsst, die am Festakt im Schlosspark und am grossen Umzug teilgenommen haben. Nach dem Festumzug spielten alle teilnehmenden Kapellen, Fanfarenzüge und Spielmannzüge im Zelt auf. Abends traf man sich wieder zum Tanz bis in den frühen Morgen. Nach drei Tagen anstrengenden Feierns trafen sich die Mitglieder und viele Gäste im Festzelt zum Schützenfrühstück zu den Klängen der BKB Kapelle und Zam Jürges, so dass die Anstrengungen der vergangenen drei Tage wie weggeblasen waren. Bei wohlschmeckendem Essen und gutem Wein holten sich die Schützenbrüder die erforderliche Kraft um die restlichen Stunden des schönen Festes durchzustehen. So war es kein wunder, das abends beim Tanz das Zelt wieder gut besucht war und die letzten Gäste das Zelt erst in den frühen Morgenstunden verlassen haben.

Die amtierende Majestät Willi Eppers tat sein Bestes, dass das Fest traditionell und würdig gefeiert wurde. Bei all den Feierlichkeiten wurden natürlich auch die Geschenke nicht vergessen. Viele Gäste und befreundete Vereine brachten Geschenke für die Gilde mit. Eine Besonderheit gab es zum 100 jährigen Fest noch zu berichten. Der Schiessstand bei der Gastwirtschaft Huck entsprach nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Der Meierkamp war zum Baugebiet erklärt worden und die Anwohner, die dort bauen wollten, konnten durch das Schiessen gefährdet werden. Trotzdem gelang es dem damaligen Schiessmeister Horst Grobecker, eine Sondergenehmigung zu erhalten, die es erlaubte zum Schützenfest unsere Könige (Grosser König. Kleiner König und König Haverlah) mit dem Kleinkalibergewehr auszuschiessen. 

Auf der Generalversammlung im Jubiläumsjahr wurde der Vermessungssteiger Karl Fricke zum neuen Vorsitzenden der Schützengilde gewählt. Karl Fricke zeichnete sich durch hervorragende Menschenführung aus. So fiel es ihm nicht schwer, die Mitglieder zu überzeugen, dass die Schützengilde einen neuen Schiessstand braucht. Wie schon erwähnt, durfte auf dem alten nicht mehr geschossen werden.  

Die Idee die Schiesssportanlage auf dem Gelände an der innerste zu bauen, konnte nicht umgesetzt werden. Wenn die Idee umgesetzt worden wäre, hätte man das Gelände hinter dem Mühlengraben noch kaufen müssen, weil man über den Mühlengraben hinweg schiessen wollte. Die Baubehörde stimmte diesem Vorhaben nicht zu und die Kosten wären auch zu hoch gewesen. So sah sich die Gilde nach einem anderen Gelände um. Kurze Zeit später hatte man ein passendes Gelände gefunden, das den Erfordernissen entsprach. Wie jeder Ringelheimer weiss, liegt das Gelände zwischen dem Sportplatz und dem Schlosspark.  

Mit grossem Einsatz brachte Karl Fricke das Bauvorhaben voran. Zuerst wurde von der damaligen Erzbergbau das Gelände gekauft. Der damalige Schiessmeister Horst Grobecker erstellte die Zeichnung und so konnte schon im Jahre 1975 der Grundstein für eine neue Schiesssportanlage gelegt werden. Dieses Bauvorhaben konnte allerdings nur durchgeführt werden, weil viele Schützenbrüder Anteilscheine erwarben, damit die Gilde sich nicht zu stark verschuldete. Ausserdem wurden alle Handwerksarbeiten in Eigenleistung erbracht.  

Mit allen Kräften ging man an das Bauvorhaben heran und so darf man sich nicht wundern, dass schon 1976 das Königsschiessen auf dem neuen Schiessstand ausgeführt werden konnte. Die Anlage war zwar noch nicht komplett fertig gestellt, aber die Schutzwälle – Schiessblenden und das Schiesshaus waren so weit hergestellt, dass die Behörden keine Bedenken hatten das Schiessen zum Schützenfest zu erlauben.  

Ein Jahr später, am 4. Juni 1977 konnte die Schiesssportanlage offiziell eingeweiht werden. Die ersten Schüsse gaben Oberst Karl Fricke und der Ehrenoberst Gustav Riekeberg ab. Diese Scheiben hängen noch heute auf dem Schiessstand und jeder kann sehen, dass diese beiden Herren etwas vom Schiessen verstanden haben. 

Die Schützenbrüder und Schützenschwestern gaben sich aber nicht damit zufrieden nur einen Schiessstand zu haben, es musste auch ein Aufenthaltsraum gebaut werden, um nach dem Schiessen gemütlich beisammen zu sitzen können. Die Grundsteinlegung für den Aufenthaltsraum erfolgte 1979 und nach kurzer Zeit war auch dieses Bauvorhaben abgeschlossen. Mit sehr viel handwerklichem Geschick und Einsatzfreude ist die gesamte Schiesssportanlage zu dem geworden was heute zu sehen ist:

Eine sehr schöne Schiesssportanlage, auf die alle Mitglieder stolz sein können.

Mit der Fertigstellung des Aufenthaltsraumes im Jahre 1980 war das Bauvorhaben Schiessstand erst einmal abgeschlossen. Wie viel Arbeit sich hinter diesen trockenen Worten verbirgt, kann nur der ermessen, der dabei gewesen ist und gesehen hat, was fleissige Hände schaffen können. Die Schützen haben sich eine Begegnungsstätte und Trainingsstätte geschaffen, die es erlaubte regelmässig und unter hervorragenden Bedingungen den Schiesssport auszuüben. Gäste konnten eingeladen werden, um sich mit ihnen sportlich zu messen und anschliessend in gemütlicher Runde zusammenzusitzen.

Völlig unerwartet für uns alle verstarb im Januar 1981 unser 1. Vorsitzender Karl Fricke. Diese Nachricht löste unter allen Schützenschwestern und Schützenbrüdern grosse Betroffenheit aus. War es doch Karl Fricke, der mit grosser Einsatzbereit- bereitschaft die vorgenannten Bauvorhaben vorangetrieben hatte. Karl Fricke war ein wichtiges Glied in der Kette unserer Vereinsvorsitzenden. Kein Verein kann und darf ohne Vereins- vorsitzenden sein, so wurde am 10.04.1981 eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen mit dem Ziel einen neuen Vorsitzenden und Oberst zu wählen.

Die Generalversammlung wählte den Kaufmännischen Angestellten Johann Erich Prikker zu ihrem neuen Vorsitzenden und Oberst. 

Johann Erich Prikker, war lange Jahre Adjutant seines Vorgängers gewesen und hatte durch dieses Amt bereits viel Erfahrung in der Vereinsführung gesammelt. Noch heute setzt er sich mit viel Elan und Fingerspitzengefühl für die Schützengilde ein. Versteht er es doch immer wieder, die Vereinsmitglieder zu motivieren, damit der Verein seine Stellung innerhalb unserer Gemeinde behält. 

Reichlich Arbeit wartete auf den neuen Vorsitzenden und dem Engerem und Erweiterten Vorstand. Die Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt Wolfenbüttel nicht mehr anerkannt. Die Satzungen von 1928 und 1958 waren nicht mehr zeitgemäß. So musste eine neue Satzung erarbeitet werden, die mit einem Notar durchgesprochen wurde, um keine rechtlichen Bedenken auszuschliessen. Der Notar erklärte die Satzung für unbedenklich. Bei der Generalversammlung im November 1981 wurde die Satzung den anwesenden Mitgliedern vorgelegt und von ihnen mit grosser Mehrheit verabschiedet. 

1982 wurde die neue Satzung von den Behörden anerkannt und bestätigt, so dass der Verein seine Gemeinnützigkeit erhielt und dadurch von Steuern und Abgaben befreit ist.  

Im gleichen Jahr erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht, damit sind die Voraussetzungen, für ein geordnetes Miteinander in unseren Reihen geschaffen worden.  

Zur gleichen Zeit erfolgt auch die Eintragung des Geländes an der Innerste in das Grundbuch des Amtsgerichtes. Dadurch wurde die Schützengilde Ringelheim nun auch rechtmässiger Eigentümer des Schützenplatzes. Mit dieser Eintragung ging ein Kapitel für die Gilde zu Ende, dass das Suchen nach einem geeigneten Festplatz endgültig beendete. Die älteren Mitglieder und Bürger von Ringelheim können sich noch erinnern, dass die Schützenfeste vor und nach dem zweiten Weltkrieg immer auf dem Marktplatz statt gefunden haben.

Aber aus organisatorischen Gründen konnte das Schützenfest nicht mehr auf dem Marktplatz gefeiert werden, so musste fast jedes Jahr ein anderer Festplatz ausgesucht werden. Die Schützenfeste wurden ein paar Mal auf dem Meierkamp oder auf dem Sportgeländes des STV Ringelheim gefeiert. Dieser Zustand konnte die Schützengilde nicht befriedigen und die Gilde war froh, einen festen Platz zu haben. Diesen Platz stellt die Schützengilde Ringelheim jedes Jahr für das Osterfeuer zur Verfügung.

Kontakt

Schützengilde Ringelheim e.V.
Heinrich-Ahrens-Str. 23
38259 Salzgitter
E-Mail: 1.vorsitzender@schuetzengilde-ringelheim.de

Trainingszeiten

Donnerstags 18.00 - 21.00 Uhr
Sonntags 10.00 - 12.00 Uhr
Damen: Dienstags 19.30 - 21.00 Uhr
Jugend: Donnerstags 17.00 - 18.00 Uhr